Besucher

Wir haben 8 Gäste online
Start Aktuelles Prozessstandschaft des Verwalters

Auch nach der WEG-Reform und der Anerkennung der Parteifähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft sollte, nach Rechtsprechung und teilweiser Literaturmeinung, die gewillkürte Prozessstandschaft des Verwalters im eigenen Namen Ansprüche der Gemeinschaft durchzusetzen beibehalten werden. Dem hat der BGH nun folgerichtig eine Absage erteilt. Dem Verwalter ist es nunmehr verwehrt Ansprüche der Eigentümergemeinschaft im eigenen Namen durchzusetzen. Selbst eine entsprechende Ermächtigung in der GO ist unwirksam! Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums, wozu die Durchsetzung von Ansprüchen gehört, obliegt der Wohnungseigentümergemeinschaft, welche vom Verwalter als Organ repräsentiert wird.

Für laufende Prozesse sollte man beachten, dass ein Parteiwechsel vom Verwalter auf die Eigentümergemeinschaft beantragt wird. (BGH v.28.01.2011-V ZR 145/10)

Aktualisiert (Montag, den 30. Mai 2011 um 14:10 Uhr)